Rasse

Name: Dogo Canario, spanische Dogge

Synonym: Perro Basto und Verdino für gestromte Fellfarbe
KLASSIFIKATION F.C.I.: Gruppe 2 Abschnitt 2.1: Molosser - Art: Doggenartige


Der Dogo Canario ist ein
Molossoider Hund, eingeborener der Inseln Teneriffa und Gran Canaria im kanarischen Archipel,
wo er ursprünglich geboren wurde, er wurde im Mittelalter eingesetzt, als Packer wehrhaften Wildes
(Hirsch, Bär, Wildschwein), als Kriegshund, als Treiber und Packer an den Rinderherden und als Wach- und Schutzhund.
Grundsätzlich ist der Dogo Canario das Ergebnis einer Kreuzung zwischen dem Bardino oder Majorero
von der Insel Fuerteventura und anderen molossoiden Hunden, die aus dem Ausland auf die Inseln eingeführt wurden.
Auf den Kanaren erhielt die spanische Dogge den Zusatz „Canario“, um dieser spanischen Rasse eine kanarische Note zu geben.
Sein Temperament wird vom Bardino geerbt, ein vorhispanischer, hart arbeitend Viehhund,
der überall weit verteilt über die Insel lebte. Die resultierende Mischrasse hat eine schwarze Maske.
Vor ein paar Jahrzehnten begann eine Gruppe von Züchtern den Prozess,
die Rasse wiederzuerlangen, sich auf Tradition und Erfahrung stützend.
Seitdem ist der Dogo Canario sorgfältig gezüchtet und weit gefördert worden.

Die FCI hat die spanische Dogge in Spanien unter dem Synonym „Dogo Canario“, vorläufig anerkannt.
 

Beschreibung

Er ist ein mittelgroßer, molossoider Hund mit symmetrisch, geradem Profil. Sein Körperbau ist sehr muskulös, robust und leistungsfähig. Er ist athletisch gebaut die Körperlänge übertrifft die Schulterhöhe, ein Merkmal, dass man bei Hündinnen ausgeprägter findet. Der Schädel ist groß, quadratisch und breit und zeigt deutlich seine Zugehörigkeit zur Gruppe der Molosser. Die Lefzen haben eine leichte, schlaffe Überschneidung und sind schwarz pigmentiert. Die kräftigen Zähne sind weit auseinander liegend und gut eingesetzt. Die Augen sind kastanienbraun und weit auseinander liegend. Der Dogo Canario wird traditionell an den Ohren kupiert. An den Orten, an denen dieses nach Gesetzeslage nicht legal ist, werden die Ohren nicht kupiert (z.B. Deutschland). Unkupiert weist der Dogo Canario mittelgroße, hängende Ohren auf. Der zylindrische, muskulöse Hals ist bedeckt von dicker, loser, elastischer Haut mit geringer Hautfalte an der Kehle. Das Fell ist kurz und verläuft gerade. Breiter Rutenansatz. Brustkorb tief und breit. Bauch leicht aufgezogen. Vorhand gut ausgewogen, lose und mit starken Knochen. Runde Pfoten, mit dicken Zehen. Muskulöse Hinterhand, mäßig gewinkeltes Sprunggelenk, die Hinterpfoten sind etwas länger als die Vorderpfoten. Dicke, elastische Haut. Kurzes, etwas rauhes Haarkleid, ohne Unterwolle.  
Die Haarfarbe variiert in verschiedenen Schattierungen von falb, rot bis dunkel oder gestromt.
Heute wird die Rasse in erster Linie als Familien-, Wach- und Schutzhund gesehen. Des weiteren hat er sich auch als Diensthund der verschiedenen Sicherheitskräfte etabliert.
 
Wesen

Vom Charakter wird er trotz seines starken, muskulösen Äußeren und seinem strengen und ernsten Ausdruck als ruhig, ausgeglichen, geradeheraus, nerven- und triebstark bezeichnet. Er gilt als guter Wach-, Schutz-, Sport- oder Familienhund mit einem überzeugenden Wesen. Er ist freundlich mit seiner Familie, mit großer Zuneigung zu seinem Besitzer, ist fremden gegenüber oft misstrauisch aber keinesfalls Aggressiv, er ist ein gehorsamer, gelehriger und zuverlässiger Familienbeschützer und Begleithund. Wenn er alarmiert ist, ist seine Haltung sehr entschlossen und mit wachsamen Ausdruck.
Er ist dennoch ein verspielter, liebevoller Hund, der viel Zuneigung braucht und gibt.
 
Funktion

Heute wird der Hund in erster Linie als Familien-, Wach- und Schutzhund gesehen.
Des weiteren hat er sich auch als Diensthund der verschiedenen Sicherheitskräfte etabliert.
 

 

Morphologische Daten:

Schulterhöhe/Gewicht

- Rüden: 61 bis 66 cm, Durchschnittlicher Rüde: mind. 50
- Hündinnen: 56 bis 61 cm, Durchschnittliche Hündin: mind. 40

Bei der Schulterhöhe ist +/- 1-2 cm erlaubt.
 


Kopf

Der Kopf ist groß, massiv brachycephalisch, kräftig und fest in der Erscheinung. Kubische Tendenz. Schädel Verhältnis 6:4 gegenüberstehend. Nicht akzentuierte Furche. Der Schädel ist Konvex in paralleler und schräger Richtung. Zygomatische Bögen sehr ausgeprägt, mit einem sehr ausgeprägten Kiefer und Backen-Muskeln. Das Maul ist kürzer als die Länge des Schädels, normalerweise ungefähr 40 % des Gesamtkopfs. Sehr breit. Gerade oder eine leichte konvergente Runzel. Die Lippen und Lefzen sind ziemlich dick und fleischig. Oberer Lefzen nicht zu herabhängend (schlaff), wenn man an der Vorderseite schaut ist es die Form eines umgekehrten V. Innere Lippen können rötlich, aber vorzugsweise dunkel sein. Die Augen sind leicht oval in der Form, mittelgroß bis groß, gut auseinander liegend, aber weder eingesunken noch hervorstehen. Augenlider sehr dunkel pigmentiert und anliegend, nie herunterhängend. Die Farbe variiert von mittel bis stark dunkelbraun je nach Fellfarbe. Die Augen sollten niemals hell sein. Die Maske ist immer dunkel und kann bis zu den Augen reichen aber nicht weiter. Die Ohren fallen nach beiden Seiten des Kopfes herab. Sie haben eine mittlere Größe, sitzen im Ansatz leicht hoch, sind oben breit und laufen spitz zu. Sind innen meist rosa.

Körper

Der Körper ist länger als die Schulterhöhe ungefähr 20 %. Breite,
tiefe Brust-Ebene mit Ellbogen, und gekennzeichnetem Brustmuskel.
Brustumfang, der mindestens 30 % größer ist als die Schulter-Höhe.
Gut gewölbter Brustkorb, fast zylindrisch.

Hals

Zylindrisch, gerade, fest und gut bemuskelt. Etwas kurz zwischen 18 und 20 cm. Überschüssige Haut unter dem Hals
bildet einen mittleren Kamm (weißer Pfeil)

 
Lendenlinie vom Widerrist bis zur Lende (Dorso-lumbar line)

Korrekte Lende (Dorso-lumbar line) Mittlere Länge, breit und gerundet. Normalerweise ca. um 1.5 cm höher als der Widerrist.
Die Flanken sind nicht ausgeprägt.

Rute

Dick am Ansatz, verjüngt sich zu einer feinen Spitze in Höhe der Sprunggelenke, aber nicht länger. In der Bewegung säbelförmig getragen, aber nicht geringelt oder am Rücken gerollt. Es kann und darf seitliche Abweichungen geben. In der Bewegung, erhoben Säbel mäßig und an der Spitze verjüngt, aber nicht geringelt.

Hinterhand

Hinterhand kräftig, von der Seite oder Vorderansicht gerade.
Beide Schenkel sehr muskulös, keine ausgeprägte Winkelung.
Katzen Pfoten mit runden Zehen nicht zu stark geschlossen.
Normalerweise kein Sporn. Sprunggelenke tief angesetzt und weder Sichel noch Kuh formig. Ein Sporns ist ein Fehler,
aber ist nicht disqualifizierend.

Beinstellung

Vollkommen gerade, gut sitzend, mit starker Muskulatur.
Ellbogen sind nach innen gedreht, nie nach außen gedreht.
Kompakte katzenartige Pfoten. Starke Krallen, die entweder schwarz
oder wie die Fellfarbe (z.B. falb meist helle Krallen) gefärbt sind.

 

Haar/Farbe

Kurz, fest, ohne Unterwolle, manchmal rau. Sehr kurz und fein an den Ohren, etwas länger am Widerrist und an der Lende.

Weiße Abzeichen die sich über die Brust erstrecken sind erlaubt
der Anteil darf aber nicht mehr als 20-30% der Fellfarbe betragen.
Gelegentlich gibt es weiße Abzeichen um den Hals oder den Beinen
diese sind nur bedingt wünschenswert.

 

Kiefer

Breit, gut eingesetzt, kräftige Molaren, kleine Schneidezähne
und gut entwickelte ineinander greifende Fangzähne.

Für molosoide Hunde typischer Biss. Die Abwesenheit von einem oder zwei Prämolaren ist kein Fehler, da die Funktion des Hunds von seinen Eckzähnen und Schneidezähnen abhängt, die gut gelegt und im Einklang sein sollten. Normales oder umgekehrtes Scherengebiss,
ein leichter Vorbiss (nicht mehr als 3mm ist akzeptabel.


 

Fellfarben

 Falb
             
Arena (Sand)         Dorado (Gold)

Diese zwei Farben werden in Deutschland unter
der Bezeichnung  „falb“
registriert.

In Spanien gibt es zwei Bezeichnungen dafür „arena“ (Sand) und „Dorado“ (Gold)
es wird also ein klarer Unterschied gemacht.

Rot

  Rojo Dorado
   (Rot-Gold)

Die nächste Farbe wir als „rot“ bezeichnet in Spanien wird Sie
als „rojo dorado“ (rot-gold) bezeichnet.

                      falb gestromt

         
Bardino Gries            Bardino Dorado
(Grau/Sand                (Gold gestromt)
gestromt)    

Und dann gibt es noch gestromte in folgenden Farben
„falb gestromt“
,
„rot gestromt“, „dunkel gestromt“.

In Deutschland gibt es „falb gestromt“ in Spanien  gibt es wieder einen Unterschied
„bardino gries“ (grau/sand gestromt) und „bardino dorado“ (gold gestromt). 

rot gestromt


Bardino Rojo
(Rot gestromt)

Unser „rot gestromt“ heißt in Spanien „bardino rojo“.

       dunkel gestromt
            
Bardino                        Bardino Negro
(gestromt)               (Dunkel gestromt)

Bei unserem „dunkel gestromt“ gibt es in Spanien wieder einen Unterschied
„bardino“ (gestromt) und „bardino negro“ (dunkel gestromt)